Im Kaffeehaus Morgenrot sind Sie immer richtig
Hier braucht man keinen Finger zu rühren, sondern wird aufmerksam bedient. Hier residiert man mit einer oder mehreren Zeitungen, informiert sich in aller Ruhe über das neueste Weltgeschehen.
Und falls man Lust hat zu plaudern, kann man mit den Tischnachbarn einen Meinungsaustausch etwa über Politik, Kultur oder Sport pflegen.
Ob Frühstück mit ofenfrischen Kaisersemmerln (ab 10 Uhr), Vormittagskaffee, Mehlspeise, pikantes Gabelfrühstück (bis 13:00 Uhr), Kaffee und Kuchen am Nachmittag oder am frühen Abend eine Heiße Schokolade als Schlummertrunk - im Kaffeehaus Morgenrot sind immer Sie richtig.
Der »Schanigarten«
Wenn bei schönen Tagen vor dem Kaffeehaus Tische und Sessel auf dem breiteren Gehsteig stehen, so bezeichnet man das in Österreich als Schanigarten. Ursprünglich bezog sich die Bezeichnung nur auf Wiener Kaffeehäuser. Im Laufe der Zeit wurde der Ausdruck auch in anderen Teilen Österreichs üblich.

Der Unterschied zum normalen Gastgarten ist der, dass die Besucher auf einem öffentlichen Grundstück sitzen. Die erste Genehmigung für einen Schanigarten bekam um 1750 der Kaffeehausbesitzer Gianni Tarroni am Graben.
Woher der Schanigarten schließlich seinen Namen hat, ist nicht vollkommen geklärt. Es gibt allerdings Mutmaßungen, die recht einleuchtend klingen. Nach der einen stammt er aus Giannis Garten. Eine andere besagt, dass der Schani als Hilfsdiener von Kellner und Ober irgendwann einmal den Auftrag bekam: „Schani, trag den Garten außi“. Dieser gehorchte dem Wunsch, brachte Sessel, Tische und Blumenkisten hinaus. Fertig war der Schanigarten. Auch soll der Begriff vom französischen Namen Jean kommen, da man in Wien des 19. Jahrhundert häufig den Kellner so nannte.

